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Neue Beratungs- und Vortragstermine im Familiencafé finden Sie hier.

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Der neue Jahresbericht 2019 ist da!

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Das Familiencafé ist wieder zu den gewohnten Zeiten in Betrieb. Wegen der noch notwendigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen ist eine Voranmeldung unter 05241/15151 erforderlich.

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Wir freuen uns, dass auch die "Power-Girls" wieder am Start sind!!!

Auch der Second-Hand-Laden "Jacke wie Hose" ist wieder geöffnet.

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Hier gibt es die schönsten Bilder vom Weltkindertag 2019!

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60 Jahre Kinderschutzbund Gütersloh: Bettina Flohr, Brigitte Ahrens und Burkhard Martin im GT-Info-Stadtgespräch, hier geht es zum Artikel. 

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Hier die neue KSA (Heft 3, 2020) (Kinderschutz aktuell) des Bundesverbandes.

 

 


Weltkindertag 2020 - Unser Fest fällt leider aus !!!

Weltkindertag am 20. September 2020: „Kinderrechte schaffen Zukunft“
Kinderschutzbund Gütersloh wünscht sich einen „Platz der Kinderrechte“

Corona prägt unser Leben. Auch für das alljährliche Fest des Kinderschutzbundes Gütersloh zum Weltkindertag auf dem Vorplatz der Martin-Luther-Kirche gilt also: Pause in diesem Jahr, keine Bühne und kein Spiel und Spaß für die Kinder. Aber trotzdem ist Weltkindertag.

Das Motto des Weltkindertags 2020 lautet "Kinderrechte schaffen Zukunft". Weil unser aller Wohlergehen vom Wohl der Kinder abhängt. Die besondere Situation unter Covid-19 und die Absagen vieler Weltkindertagsfeste in 2020 dürfen nicht dazu führen, dass Kindern und ihren Rechten in diesem Jahr weniger Beachtung geschenkt wird.

Etwa 55 000 Mal haben Jugendämter in Deutschland im vergangenen Jahr Kindeswohlgefährdungen festgestellt. Das geht aus den am 27. August 2020 veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach gab es 2019 etwa 5100 mehr Fälle als 2018. Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen stieg damit das zweite Jahr in Folge um etwa zehn Prozent und damit auf einen neuen Höchststand. Vernachlässigung ist am häufigsten, die sexuelle Gewalt stieg mit 22 % am stärksten.
Im Frühsommer 2020 haben erneut Fälle von schwerem sexuellem Missbrauch und deren filmische Darstellung und Verbreitung für Schlagzeilen gesorgt. Der Fall von Münster reiht sich ein in die fürchterlichen Fälle aus Staufen, Lügde und Bergisch-Gladbach. In jeder Schulklasse in Deutschland sitzen ein bis zwei Kinder, die sexuelle Gewalt erfahren oder erfahren haben.

„In tausenden Fällen werden Kinderrechte massiv verletzt“, so der Vorsitzende Burkhard Martin, „mit einer Verschärfung des Strafrechts ist es nicht getan. Deutschland muss noch mehr Geld in präventive Netzwerke aus Jugendhilfe, Gesundheitsvorsorge und Bildungsinstitutionen investieren, deren Finanzierung auch über Jahre hinaus gesichert ist. Der Kinderschutzbund fordert die Bundesregierung auf, endlich dafür auch die verfassungsrechtliche Grundlage zu schaffen und die Kinderrechte in das Grundgesetz aufzunehmen.“

„Auch in den letzten Monaten waren gerade die Kinder oft stille und unsichtbare Leidtragende der Einschränkungen unseres Alltags“ sagt die Geschäftsführerin Bettina Flohr, „sie mussten auf so vieles verzichten: auf direkte Kontakte zu getrennt von Ihnen lebenden Elternteile und Großeltern, auf den Besuch von Kindergarten und Schule und damit auf wichtige Bezugspersonen wie Erzieherinnen und Lehrer, auf Treffen und Spielen mit Freundinnen und Freunden, auf Bewegung und „Draußensein“, Geburtstagsfeste und andere Rituale, auf Spielplätze und außerschulische Aktivitäten im Sportverein, in der Musikschule usw., die Liste ist lang.“

Darüber hinaus hat sich wiederum gezeigt, wie schnell Kinder aus ärmeren Familien in Krisenzeiten abgehängt werden und sich die Bildungsungerechtigkeit weiter vergrößert. Während der digitale Fernunterricht beispielsweise am Stiftsgymnasium in Gütersloh reibungslos funktionierte, verfügten etliche Familien aus eher bildungsfernen Schichten zum Teil nicht einmal über einen Internetanschluss, geschweige denn über die notwendigen Endgeräte wie ein Tablet oder Laptop. Sie blieben schlicht außen vor. Dies zeigt, dass die vom Kinderschutzbund schon lange geforderte eigenständige Kindergrundsicherung längst überfällig ist. Völlig unverständlich ist es, dass bei der geplanten Anhebung der Hartz IV-Sätze für 2021 zwar die Bedarfe für Kinder bis 5 Jahren und für Jugendliche angehoben werden sollen, andererseits für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren eine Nullrunde vorgesehen ist.

Auch in Gütersloh möchte der Kinderschutzbund die Wichtigkeit der Kinderrechte noch deutlicher sichtbar machen, und zwar mit dem Vorschlag, z.B. den Vorplatz der Stadtbibliothek als „Platz der Kinderrechte“ zu benennen.

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Nachdem in Wien bereits seit 2008 ein Platz der Kinderrechte in der Straßenkarte zu finden ist, ist in Deutschland im September 2017 der Ort Höhr-Grenzhausen im Westerwald mit einem Platz der Kinderrechte gefolgt. Seitdem sind in 2018 in Elmshorn, in 2019 in Bad Kreuznach, Bremen, Hamburg, Köln, Mainz, Neuss, Nierstein, Pinneberg, Ratzeburg und Wiesbaden sowie schließlich in diesem Jahr in Düsseldorf Plätze der Kinderrechte eingeweiht worden. Gütersloh würde sich also in bester Gesellschaft befinden, wenn auch hier den Kinderrechten durch eine entsprechende Benennung eines Platzes eine besondere Aufmerksamkeit zuteilwerden würde.